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Nicht jeder, der sich für Reiki interessiert, hat bereits eine Behandlung bekommen, einen Informationsabend besucht oder ein Buch darüber gelesen. Reinhard Wolf gibt eine Einführung, wie Reiki entstanden ist, was alles dazu gehört und vor allem, wie es heutzutage praktiziert wird. Wenn Sie jemanden, der Reiki gelernt hat, danach fragen, was Reiki ist, dann könnten sie folgende Antworten bekommen: "Reiki ist eine japanische Form des Handauflegens", "Reiki ist ein spiritueller Weg zu sich selbst", "Reiki ist eine alternative Heilmethode".
Ein bisschen verwirrend, nicht? Dabei sind alle Antworten richtig.
Der Beginn von Reiki, die Wiederentdeckung durch den Mönch Dr. Mikao Usui, hat der





Legende nach gegen Ende des letzten Jahrhunderts stattgefunden. Ich sage "Legende", weil die Geschichte bis heute nicht nachgewiesen worden ist, und weil die mündliche Überlieferung einzig und allein auf Hawayo Takata zurück zuführen sind. Ich möchte zunächst eine Weile bei der Reiki-Geschichte verweilen.
Auch wenn es von Reiki-Meister zu Reiki-Meister teilweise erhebliche Unterschiede in den Details der Geschichte gibt, so sind doch die Übereinstimmungen größer als die Unterschiede. Bei der "ungekürzten Fassung" der Reiki-Geschichte kann man eine ganze Stunde zuhören - hier daher nur eine kurze Version.






Dr. Mikao Usui, der Wiederentdecker von Reiki und erste Großmeister, lehrte gegen Ende des letzten Jahrhunderts in einem christlichen Kloster in Japan. Eines Tages wurde er von einem seiner jungen Schüler gefragt, ob er denn vorführen könne, wie Jesus geheilt hat. Es stehe doch in der Bibel: "Ihr werdet all' dies tun können und noch viel mehr." Usui wusste auf diese Frage keine Antwort, war jedoch berührt durch die Tiefe und Ehrlichkeit, mit der sie gestellt worden war. Eigentlich war es etwas, wonach er selber schon gesucht hatte. Er legte sein Amt nieder und begab sich auf die Suche: Nach Amerika, denn in einem christlichen Land würde man wohl mehr darüber wissen. Er studierte in Chicago christliche Theologie, fand aber keine Hinweise. Er lernte jedoch, dass in älteren





Traditionen des Buddhismus geheilt wurde. Nach sieben Jahren Studium beschloss er, wieder nach Japan zurückzugehen, um dort weiterzusuchen. Er fand schließlich ein Kloster, in dem es ihm erlaubt war, alte Schriftrollen zu studieren, die vermutlich von einem Schüler Buddhas geschrieben worden waren. Er las und meditierte tief über die dort enthaltenen Worte. Eines Tages fand er in den Schriften Hinweise auf körperliche Heilung. Er versuchte deren Anwendung, aber kam zu keinem Ergebnis. In einer tiefen, 21-tägigen Meditations- und Fastenzeit auf einem heiligen Berg in der Nähe von Kioto erhielt er Einsicht, wie die in den heiligen Schriften enthaltenen Symbole und Handlungsanweisungen für Heilung zu verwenden waren. Reiki war geboren.





Usui ging zunächst in die Bettlerviertel von großen Städten, um die Menschen von ihren Leiden zu befreien und ihnen Gelegenheit zu geben, wieder Arbeit zu finden und ein sinn- volles Leben zu führen. Er ging in mehrere Städte, und als er nach einem Jahr wieder einige seiner Schützlinge traf, die aber immer noch bettelten und ihrem Leben keinen Sinn gegeben hatten, da merkte er, dass zur Heilung mehr gehört, als nur den Körper zu heilen. Auch die geistige Einstellung muss verändert werden. Er fügte die Lebensregeln hinzu:
  • Gerade heute, sei nicht ärgerlich.
  • Gerade heute, sorge Dich nicht.
  • Verdiene Dein Brot ehrlich.
  • Ehre Deine Lehrer, die Eltern und die Älteren.
  • Sei dankbar gegenüber allem, was lebt.

Am Ende seines Lebens übergab er das "Usui System der natürlichen Heilung", auch Reiki genannt, seinem besten Schüler: Dr. Chijuro Hayashi, einem pensionierten Offizier, der kaiserlichen Marine. Hayashi war Arzt und setzte Reiki systematisch zur Heilung ein.





Er eröffnete eine Klinik in Tokio und betreute dort Menschen über einen Zeitraum von sechs Monaten bis zu einem Jahr und machte dabei höchst erstaunliche Erfahrungen und erzielte viele Heilungen. Frau Hawayo Takata, die nächste Großmeisterin, wurde während ihrer Suche nach Heilung ungefähr 1930 in diese Klinik geführt. Takata war 1900 auf der Insel Hawaii geboren worden.

Mit dreißig Jahren verlor sie früh und unerwartet ihren Mann. Über diesen Verlust erkrankte sie selbst an einem gutartigen Tumor, den sie in Tokio operieren lassen wollte. In der Klinik riet ihr mehrfach eine innere Stimme, nach einer anderen Heilmethode zu fragen. Nach kurzem Zögern vertraute sie der Stimme und fragte. Sie wurde schließlich in der Klinik von Dr. Hayashi behandelt und schon nach zwei oder drei Behandlungen wusste sie, dass sie Reiki erlernen wollte, um nicht bei jeder Erkrankung von ihrer Heimatinsel Hawaii nach Japan fahren zu müssen. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten gelang es ihr Hayashi zu überzeugen. Nach einem Jahr Aufenthalt in Tokio und intensiver Praxis in der Klinik von Hayashi erhielt sie den zweiten Grad.





Zurück in Hawaii, eröffnete Takata in ihrem Haus eine eigene Reiki-Klinik. Bei einem Besuch von Hayashi wurde sie zur Reiki-Meisterin eingeweiht; bald gab sie eigene Kurse auf der Insel und später auch auf dem Festland. Später hatte Hayashi Vorahnungen, dass Japan bald in einen Krieg mit Amerika eintreten würde. Er rief Takata zu sich und gab ihr Anweisungen, wie sie sich während des Krieges zu verhalten habe, um ohne Schaden davonzukommen. Er selbst starb bald darauf, um einen Konflikt zwischen seinen Vaterlandspflichten und seinem Reiki-Meister-Sein auf ehrenhafte Weise beizulegen.





Er ernannte Takata als den ihm nachfolgenden Großmeister. Nach dem zweiten Weltkrieg gab Takata vorwiegend Behandlungen, und dies ganztags. Wo Nachfrage war, unterrichtete sie Reiki-Kurse und verbreitete so Reiki auf dem ganzen amerikanischen Kontinent. Für lange Zeit gab es außer Takata keinen anderen Reiki-Meister. Nach dreißig Jahren Reiki-Praxis begann sie gegen Ende der siebziger Jahre andere Meister einzuweihen. Bei ihrem Tod im Jahre 1980 gab es 22 Reiki-Meister, die von ihr eingeweiht worden waren.





Takata hatte eigentlich schon immer Phyllis Lei Furumoto, ihre Enkeltochter, als Nachfolgerin auserkoren. Obwohl schon früh in Reiki eingeweiht, zeigte sie zunächst wenig Interesse an Reiki und ging einer eigene Karriere nach. Erst als sie ihre Großmutter auf einer Südamerikareise begleitete, entdeckte sie Reiki für sich und ließ sich von Takata zur Reiki-Meisterin ausbilden. Nach dem Tod von Takata wurde Phyllis Furumoto von den anderen Meistern mehrheitlich als Nachfolgerin ihrer Großmutter anerkannt. Doch war dies auch die Zeit, in der sich die ersten eigenen Richtungen entwickelt haben. So führt Dr. Barbara Ray die "AIRA" an, die insbesondere in den ersten Jahren eine kritische Haltung den anderen Meistern gegenüber hatte. Ein Jahr nach dem Tod von Takata rief Phyllis Furumoto die Meister zu einer Gedenkversammlung zu Ehren Takata zusammen. Aus diesem Treffen entstand später die "Reiki Alliance". Furumoto selber ist 1992 aus der Reiki Alliance ausgetreten, weil es die Organisation in der Entwicklung unterstützte, eine eigene Meinung unabhängig von der Großmeisterin zu finden.



Dennoch ist sie immer auf der jährlichen Konferenz der Reiki Alliance anwesend, und hält dort auch Vorträge über Reiki. Im Jahr 1988 hat Frau Furumoto bekannt gegeben, dass Meister selber Reiki-Meister einweihen dürfen. Obwohl Takata allen Meistern gesagt hatte, dass sie einen Meister einweihen könnten, hatte die überwiegende Zahl zugunsten der Großmeisterin darauf verzichtet. Wie gesagt, dies ist eine gekürzte Form der Reiki-Geschichte, und einige eigentlich wichtige Details habe ich nur in einem Nebensatz angedeutet. In jedem der gängigen Reiki-Bücher gibt es eine ausführliche Version zu lesen. Die Geschichte ist die Grundlage zum Verständnis von Reiki. Darüber hinaus gibt es verschiedene Elemente des Usui Systems der natürlichen Heilung, auf die ich im Folgenden eingehen möchte.